VAKJP-Saar

Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten Saar

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein Behandlungsverfahren in der vertragsärztlichen Versorgung, das sich von der analytischen Psychotherapie zunächst im Behandlungsumfang und der Häufigkeit (Frequenz) der Behandlung unterscheidet.

Häufig wird zunächst eine tiefenpsychologisch fundierte Kurzzeittherapie mit 25 Behandlungsstunden für das Kind oder, die/den Jugendliche/n sowie 6 Behandlungsstunden für die begleitenden Bezugspersonen eingeleitet, bei der ein eher konfliktzentriertes Vorgehen, die Definition von Teilzeilen sowie eine Begrenzung des Behandlungsziels im Vordergrund stehen. Das Behandlungsverfahren zielt auf das Erreichen eines voraussichtlichen Behandlungserfolgs. Es kann aber auch als Sofortmaßnahme zur Krisenintervention oder/und zur Überprüfung der Indikation zu einer Langzeittherapie dienen.

Die Behandlungsstunden finden in der Regel ein bis zweimal wöchentlich jeweils 50 Minuten statt und unterliegen bei Kindern und Jugendlichen aufgrund ihres Alters und der spezifischen Entwicklungsaspekte besonderen Bedingungen. In der Begegnung mit Kindern und Jugendlichen spielen deshalb neben der Sprache konkrete Aspekte wie Bilder, Gestaltungen, Rollenspiele, Spiel und Bewegung oder bei Jugendlichen der spezifische Alltag, Musik und Jugendkultur eine wichtige Rolle. Der Aufbau von Ich-Fähigkeiten, Realitätsprüfung, Außen- und Innenwahrnehmung, Angsttoleranz aber auch die Betrachtung der Aktualbeziehungen im Alltag sollen die eigenständigen Entwicklungsmöglichkeiten der jungen Patienten erweitern und die Stabilisierung und ggf. Wiederherstellung der elterlichen Funktionen der Bezugspersonen unterstützen.

Konflikt
Konflikt

Spiel
Spiel