Jugendliche und junge Erwachsene

Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen behandeln Jugendliche (Pubertät und Adoleszenz) und junge Erwachsene. Die Behandlung ist über das 21. Lebensjahr hinaus möglich, wenn der Behandlungsbeginn vor dem 21. Geburtstag liegt.

Kennzeichnend für die diese Lebensphasen ist ein tiefgreifender körperlicher, psychischer und sozialer Wandel. Jugendliche sind mit ihrer Ich-Entwicklung, der Identitätsfindung (auch psychosexuell), körperlichen Veränderungen und der Auseinandersetzung mit wichtigen Bezugspersonen und Autoritäten der Kindheit beschäftigt. Die andrängende Autonomieentwicklung bleibt in den Beziehungen zu Eltern und Bezugspersonen nicht ohne Veränderungen und Konflikte. Jugendkrisen in unterschiedlichen Ausformungen und mit zum Teil sehr belastenden Symptomen sind nicht selten die Folge. In dieser Entwicklungsphase, die bis ins junge Erwachsenenalter andauern kann, werden innere Konflikte oft verdrängt und eher nach außen agiert, in manchmal schwierigen Auseinandersetzungen mit dem Umfeld.

In der Spätadoleszenz steht oft die konkrete Ablösung vom Elternhaus und die Übernahme von Verantwortung für eigene - meist noch zu gestaltende - Lebensentwürfe an. Hier kann es auch zu verzögerten Ablösungen von den Eltern kommen, begleitet von Schuldkomplexen oder Selbstwertkrisen. Partnerschaft, frühe Elternschaft, die Bewährung in Beruf, Ausbildung und Studium sind prägnante Lebensthemen. Auch die innere Auseinandersetzung mit den eigenen biografischen Ressourcen können hier nochmal notwendig werden, um aktuelle Krisen zu bewältigen.  

Grundlage der psychotherapeutischen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Erarbeitung und Aufrechterhaltung einer vertrauensvollen Beziehung, sodass Reflektion und die Auseinandersetzung mit der sozialen Wirklichkeit und der spezifischen inneren Erfahrungswelt stattfinden kann.

Jugendliche und junge Erwachsene können im Rahmen der Sprechstunden beraten werden. Kurzfristige Kriseninterventionen sind als Akutbehandlung möglich. Darüber hinaus können Kurzzeittherapien mit bis zu 24 Behandlungsstunden oder Langzeittherapien (max. 180 Stunden) beantragt werden.

Jugendliche ab 15 können auch ohne Einbezug der Eltern psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.