Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein Behandlungsverfahren, das sich von der analytischen Psychotherapie formal in Behandlungsumfang und der Häufigkeit (Frequenz) der Behandlungsstunden unterscheidet. Sie ist durch ein eher konfliktzentriertes Vorgehen, durch die Begrenzung der Behandlungsziele und durch die Definition von Teilzielen charakterisiert.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie kann als Kurzzeittherapie bis zu 24 Behandlungsstunden für die Patient*innen und bis zu 6 Behandlungsstunden für die begleitenden Bezugspersonen oder als Langzeittherapie (bis max. 180 Stunden und 45 für Bezugspersonen) durchgeführt werden. Eine KZT kann auch zur Überprüfung der Indikation für eine Langzeittherapie dienen.

Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich jeweils 50 Minuten statt. Die Interventionstechniken orientieren sich an Alter und Entwicklungsstand der Patient*innen. So spielt neben der Sprache auch die Gestaltung in Bildern, Spielen oder Bewegungen sowie mit verschiedenen Materialien oder anderen Ausdrucksformen wie z.B. Musik eine wichtige Rolle.

Der Aufbau von Ich-Fähigkeiten, Realitätsprüfung, Außen- und Innenwahrnehmung und Angsttoleranz, aber auch die Betrachtung der Aktualbeziehungen im Alltag sollen die eigenständigen Entwicklungsmöglichkeiten der jungen Patient*innen erweitern. Durch die begleitende Arbeit mit den Bezugspersonen soll deren Stabilisierung und gegebenenfalls die Wiederherstellung der elterlichen Funktionen unterstützt werden.